Impuls der Woche

19. Sonntag mach Trinitatis, 11. Oktober 2026

Wieder können Sie ihn lesen – den SONNTAGSIMPULS .Gott segne diesen Tag, wie immer Sie ihn erleben. Die Geschenke des Himmels warten auf Sie. Wir wünschen Ihnen dieses Mal eine interessante neue Woche. Dieser Impuls bringt bei allen notwendigen Arztbesuchen unsere tiefste Zuversicht zur Sprache. Irgendwie sollten wir bei „Heilung“ auch an „Heil“ denken – für das Private und für das Politische.

Heile du mich, Herr, so werde ich heil. Hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jeremia 17/14)

Diese Bitte ist seit vielen Jahren Teil meines täglichen Gebets. Ich bin bisher sehr gut damit gefahren. Ich denke, dass das so bleiben wird. Diese Bitte ist umfassender als jedes Anliegen bei jedem Arzt. Ich bin früher möglichst selten, aber dann sehr bewusst zu Ärzten gegangen. Was wären wir ohne sie! Und wenn ich zu einem Arzt gehe, dann mit dem Vertrauen, dass er das Beste für mich suchen wird. Daran wird sich bei mir auch nichts ändern – bis ich keinen mehr brauche.

Die Bitte aus dem Buch des Propheten geht sehr viel weiter. Wenn in der biblischen Überlieferung von Heil die Rede ist, dann nicht nur von körperlicher Gesundheit. Heilen in der Bibel hat immer beides im Blick: die Heilung und das Heil. Sie hat den ganzen Menschen im Blick – Leib, Geist, Seele. Es gibt bei uns innere und äußere Baustellen. Je älter ich werde, desto logischer ist es, dass es körperlich dem Ende zu geht. Dann will ich umso mehr darauf achten, dass es mit der Seele okay ist. Genau dazu brauche ich den „lieben Gott“ – Vater und Schöpfer – mein Ein und Alles!

Was mir an der Propheten-Bitte gefällt, ist dessen Gewissheit. Er zweifelt nicht an dem, worum er bittet. Ich werde ganz bestimmt Heil und Hilfe erfahren. Wie das im Einzelnen aussehen wird, überlasse ich Ihm! Muss ich ja auch nicht wissen. Bin ja sowieso in Seiner Hand. Das Bestmögliche wird geschehen. Wunschloses Vertrauen ist Medizin!

Wenn ich vom Alten Testament zum Neuen Testament schaue, kommt da noch Entscheidendes hinzu. Es ist die wunderbare Gelassenheit des Bergpredigers Jesus von Nazareth. Sein Grundvertrauen zu seinem „Himmlischen Vater“ will uns „anstecken“ zu eben solchem Grundvertrauen. Wir werden merken, das reicht für alle Zeit und gilt an jedem Ort. Lassen Sie sich getrost darauf ein.

Pfr. Dr. Gottfried Schleinitz

Sie haben die Impulse der letzten Wochen verpasst?

Dann können Sie sie hier nachlesen:
Kirchenjahr 2024/2025
Kirchenjahr 2025/2026

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